Seit dem Tod ihrer Mutter hält Margarete Schauinsland, von allen nur Marga genannt, die klapprige Mühle ihrer Familie praktisch im Alleingang am Laufen. Ihr Vater Johann hat den Verlust seiner Frau nie verwunden – also kümmert sich Marga um das Geschäft, die Kunden und all die Probleme, die sonst niemand löst.
Als eines Tages der junge König Otto mit seinem pflichtversessenen Reichsverweser Hinz an der Mühle vorbeikommt, nimmt das Unheil seinen Lauf. Hinz entdeckt einen ganzen Katalog an Verstößen gegen die königliche Mühlenverordnung und droht mit empfindlichen Strafen. Um sich und seine Mühle zu retten, behauptet Johann kurzerhand, seine Tochter besitze eine ganz besondere Gabe: Sie könne Stroh zu Gold spinnen.
Noch am selben Tag muss Marga im Schloss den Beweis antreten. Doch vor einem Berg aus Stroh und einem Spinnrad stößt selbst die junge Frau, die sonst für alles eine Lösung findet, an ihre Grenzen. In ihrer Verzweiflung ruft sie um Hilfe – und tatsächlich erscheint ein geheimnisvolles Männlein, das das Unmögliche möglich machen kann. Doch seine Hilfe hat einen Preis. Und der ist höher, als Marga ahnt…
Stefan Vögel erzählt das berühmte Märchen überraschend neu: temporeich, humorvoll und mit viel Herz. Zwischen einer klapprigen Mühle, einem hochverschuldeten Königreich und der Aussicht auf unendlich viel Gold entfaltet sich eine Geschichte über Familie und Freundschaft, Freiheit und Verantwortung – und über die Erkenntnis, dass wahre Stärke manchmal darin liegt, nicht alles allein lösen zu müssen.
„Rumpelstilzchen“ ist eine märchenhafte Uraufführung für die ganze Familie, neu geschrieben von Stefan Vögel und inszeniert von Leonie Rebentisch.