Ein Verdacht. Eine Anschuldigung. Eine Lüge – und plötzlich geht es um Leben und Tod.
Salem, Massachusetts, 1692. Einige junge Mädchen werden nachts bei einem verbotenen Tanz im Wald überrascht. Was als heimliches Abenteuer beginnt, droht für sie ernste Folgen zu haben. Um sich selbst zu schützen, erzählen sie von dunklen Mächten, von Teufelswerk und Hexerei – und entfesseln eine Lawine aus Verdacht und Verrat, die eine ganze Gemeinde in den Abgrund reißt.
Denn die Angst greift um sich. Aus Verdächtigungen werden Anschuldigungen, aus Anschuldigungen Todesurteile. Alte Konflikte, persönliche Feindschaften und verdrängte Schuld brechen auf. Plötzlich zählt nicht mehr, was wahr ist, sondern wer am lautesten anklagt. Gerüchte werden zu Fakten. Denunziationen, moralische Erpressung und Gruppenzwang übernehmen die Kontrolle über Leben und Tod.
Auch John Proctor gerät ins Visier der Hexenjagd. Er durchschaut, was dahintersteckt, trägt jedoch selbst ein Geheimnis mit sich, das seine Ehe und seinen guten Ruf gefährdet. Mitten in dieser Spirale aus Machtgier, Verrat und blindem Eifer kämpft er um das Einzige, was ihm noch bleibt: seine eigene Würde und der Mut in einer Welt voller Lügen bei der Wahrheit zu bleiben.
„Hexenjagd“ ist hochgradig geladener Psychothriller über den Verlust von Vernunft und die Macht der Manipulation, über Angst, Schuld und Moral und die erschreckende Dynamik einer Gesellschaft, in der plötzlich jeder jeden verdächtigt. In der Regie von Frank-Lorenz Engel zeigt Arthur Millers zeitloses Meisterwerk, wie schnell Misstrauen zur Gewissheit werden kann – und wie weit Angst einen Menschen treiben kann. Fesselnd, beklemmend, aktuell!